Handarbeit: ManOmed

 

Kann man Nussgipfel durch Ermahnung geradebiegen?
Fritz Hefti

Die Manualmedizin ist ein funktionelles Modell, keine "Grifftechnik". Das Wichtigste ist hierbei, den aktuellen Beschwerden so auf den Leib zu rücken, dass man deren strukturelle Ursache erfasst - und nicht nur ihre Symptome. Dazu gehört zuallererst das Erfassen der Vorgeschichte und der Begleitumstände der Beschwerden. Solch ein Vorgehen ist nur dann sinngebend, wenn man die diagnostische und therapeutische Technik in ein funktionelles Konzept einbettet. Dieses Konzept trägt der Komplexität der Interaktion wirbelsäulenbedingter Funktionsstörungen mit dem Umfeld und der Langfristigkeit ihrer Effekte Rechnung. Darin gehen die genetische Komponenten ebenso ein wie die weiteren (Stör-)Faktoren der sensomotorischen Entwicklung, die in jeder Lebensphase anders bewertet werden müssen.

Eine Grundlage manualmedizinischer Diagnostik ist die sorgfältige funktionelle und morphologische Analyse des röntgenologisch Erfassbaren. Dafür gibt es in Jahrzehnten herausgearbeitete Kriterien, die uns erlauben, aus ‚simplen Röntgenbildern' ungleich mehr Information zu gewinnen, als dies gemeinhin der Fall ist. Manualmedizin unter diesen Gesichtspunkten kann nicht isoliert gesehen werden. Nur unter Berücksichtigung der anatomischen und neurologischen Grundlagen kann das bei der Funktionsanalyse Gewonnene in eine Gesamtschau korrekt eingeordnet werden. Eine Untersuchung gerade jüngerer Patienten setzt Ruhe und Gelassenheit auf beiden Seiten voraus.

 

 

Bild Kinderzeichung Arzt behandelt Patient


© 2011 Dr. med. Jochen Wild I Orthopädische Praxis GrünstadtImpressum